Der Stumpf ist ährenförmig so zu bandagieren, daß der Druck gleichmäßig ist.
Um an bestimmten Knochenpartien einen zu hohen Druck zu vermeiden (zum Beispiel Schienbeinkante, Kniescheibe
) sowie eine Retention in den hohlen Teilen zu gewährleisten, kann es notwendig sein, kleine Wattekissen an den Profilen vorzusehen.
Besondere Vorsicht ist bei Diabetes-Patienten und Patienten mit Sensibilitätstörungen geboten. Der Verband muß die Kniescheibe aussparen, kleine Wattekissen können an dieser Stelle und auch an der Schienbeinkante notwendig sein. Eine regelmäßige Kontrolle ist durchzuführen.
Der Verband eines Oberschenkelstumpfes erfordert eine ausreichend lange Binde.

Der Verband für einen Unterschenkelstumpf

Der Verband muß Spannungen an den Narbenenden vermeiden.

Die "Hautlappen" können verschwinden, wenn die Richtung des Druckes korrekt ist.

Querschnitt eines Stumpfes bei Exartikulation des Knies.
Aus anatomischen Gründen ist es nicht möglich, einen gleichmäßigen Druck auf den Stumpf zu erreichen.
Es besteht ein Risiko des Absterbens der Kniescheibe und der Oberschenkelkondylen.
Kleine Kissen aus Schaumstoff oder Watte werden um Vorsprünge gelegt, um einen gleichmäßigen Druck zu ermöglichen.