Joseph

Joseph ist ein aufgestellter Mensch, liebt Natur und Berge und hat sich entschlossen, das Leben positiv zu sehen – trotz seiner Geschichte.

Es ist schon lange her. Im Alter von 38 Jahren wurde er wegen einer Angina ins Spital eingeliefert. Bei einer Injektion trifft die Lernschwester den Ischiasnerv. Kurze Zeit später werden seine Zehen und seine Ferse schwarz und gefühllos. Er muss eine Sympathektomie-Operation über sich ergehen lassen, um den Kreislauf im Bein zu steigern. Das Ergebnis ist nur ein temporärer Erfolg. Zusätzlich verliert er einen Rechtsstreit und wird zweimal amputiert. Das erste Mal unterhalb des Knies, danach muss man das ganze Bein wegnehmen.

Seit dem Tag, als Bottas im Krankenhaus für die Prothese Mass nahmen, entstand eine neue Freundschaft. Joseph fühlte sich in besten Händen, menschlich wie fachlich.

Er arbeitete normal weiter als Laborgehilfe und Kalkulator bei der damaligen „Von Roll“ in Choindez. Er arbeitete oft im Aussendienst und erledigte viele Arbeiten im Stehen. Auch als Rentner ist er immer noch beschäftigt und sehr selbstständig. Er führt den Haushalt seines grossen Hauses, kümmert sich ums Gemüse, steigt die Leiter hoch, erntet Äpfel, friert Petersilie ein und pflanzt Zwiebeln. Eine Zeit lang kümmerte er sich auch um zehn Bienenvölker. Er geht regelmässig ins Fitness, angelt, kocht für sich selbst sowie auch für seine grosse Familie.

Ganz selbstverständlich fährt er mit seinem Roller einkaufen. «Das ist praktischer als ein Auto und ich bringe trotzdem alles nach Hause. Einen Teil im Kofferraum, eine Einkaufstasche zwischen den Beinen und den Rest im Rucksack».

Der Roller ist seine Freiheit: Da können auch schon mal 6000 Kilometer im Jahr zusammenkommen. Er rollte zum Beispiel schon ins Tessin. Er fuhr damals um 7 Uhr früh los und kam am Mittag an.

Das einzige Handicap: «In den Bergen muss ich, wenn ich über Hänge laufe, das gesunde Bein auf die Seite des Gefälles stellen. Das ist alles!»

«Vor einiger Zeit rief mich ein Berner Spital an. Sie hatten Probleme mit einem jungen Menschen, der infolge eines Unfalles amputiert werden musste und nicht mehr leben wollte. Ich bin hingefahren, um ihn zu besuchen und habe ihm knallhart gesagt: „Du bist in der 13. Etage, wenn du genug hast, dann spring! Aber wenn du leben willst, musst du den Willen haben zu lernen, zu schwitzen, Übungen zu machen. Es braucht Ausdauer.“ Ich bin eine Stunde bei ihm geblieben und habe ihm alles gezeigt, was ich mit meiner Prothese machen kann. Das hat gewirkt, und das Spital hat mich angerufen und sich bei mir herzlich bedankt.»

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Die Botta Orthopädie AG bildet sich ständig weiter. Jährlich kommen total rund 30 Kurstage zusammen: Orthesengestaltung (neue Materialien, neue Technik, neues Design), elektronisches Kniegelenk, Rezertifizierung, Schuhmacherkurs, SIBE-Kurs Arbeitssicherheit usw.

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